Bild-Animation rechts: Auszüge der DVD
Titelmotiv der Ausstellung: Herbert Zangs
Titelmotiv der Ausstellung: Herbert Zangs
Flyer zur Ausstellung in der Rathausgalerie, 15.09. bis 24.10.2015
Flyer zur Ausstellung in der Rathausgalerie, 15.09. bis 24.10.2015

Aktuelles

12.10.11

Ausstellung über Kunstwerke dementer Menschen in Bad Soden

Main und Taunus. Beeindruckende Kunstwerke von Menschen, die an Demenz erkrankt sind, werden ab 14. Oktober 2011 im Bad Sodener Badehaus im Alten Kurpark gezeigt, mittwochs, samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr. Das Diakonische Werk macht mit zeitgenössischer Kunst auf das weit verbreitete Krankheitsbild Demenz aufmerksam und zeigt, wie Erkrankte mit ihrem Schicksal positiv umgehen, indem sie bemerkenswerte Bilder malen. Austellungskurator Andreas Pitz hat 120 Exponate von 32 Künstlern zusammen getragen. Es sind Demenzkranke, von denen einige nie in ihrem Leben vorher gemalt haben, es sind Angehörige, die sich mit der Krankheit auseinandersetzen, aber auch sehr bekannte Künstler und Fotografen. „Auch mit Demenz ist das Leben bis zu letzten Tag lebenswert.“
Foto (Genthe) - Kunstwerke von Menschen, die an Demenz erkrankt sind, werden ab 14. Oktober 2011 im Bad Sodener Badehaus im Alten Kurpark gezeigt, mittwochs, samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr.

Foto (Genthe) - Kunstwerke von Menschen, die an Demenz erkrankt sind, werden ab 14. Oktober 2011 im Bad Sodener Badehaus im Alten Kurpark gezeigt, mittwochs, samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr.

Foto (Diakonisches Werk) - "Vaters Vergessen". Holzdruck von Felix Droese, der sich kritisch mit der Sterbehilfedebatte auseinandersetzt. Droese ist Beuys-Schüler und hat den Zeitungsartikel von Tillmann Jens über seinen Vater Walter Jens mit einem Druckstock künstlerisch bearbeitet. In den Druckstock sind hebräische Buchstaben eingeschnitzt, die ein Zitat aus  Psalm 85 sind.

Foto (Diakonisches Werk) - "Vaters Vergessen". Holzdruck von Felix Droese, der sich kritisch mit der Sterbehilfedebatte auseinandersetzt. Droese ist Beuys-Schüler und hat den Zeitungsartikel von Tillmann Jens über seinen Vater Walter Jens mit einem Druckstock künstlerisch bearbeitet. In den Druckstock sind hebräische Buchstaben eingeschnitzt, die ein Zitat aus Psalm 85 sind.

Foto (Diakonisches Werk) - Die an Demenz erkrankte Ida Rodenacker beim Zeichen. Ihre Kinder Felix und Irmel Droese besuchten sie dort regelmäßig und brachten ihr immer einen Blumenstrauss mit. Um ihre Mutter sinnvoll zu beschäftigen, hat Irmel Droese sie ermutigt, die Blumensträuße zu zeichnen. So sind über die Jahre hunderte von Zeichnungen entstanden.

Foto (Diakonisches Werk) - Die an Demenz erkrankte Ida Rodenacker beim Zeichen. Ihre Kinder Felix und Irmel Droese besuchten sie dort regelmäßig und brachten ihr immer einen Blumenstrauss mit. Um ihre Mutter sinnvoll zu beschäftigen, hat Irmel Droese sie ermutigt, die Blumensträuße zu zeichnen. So sind über die Jahre hunderte von Zeichnungen entstanden.

So sind Bilder von Blumensträußen zu sehen, die Ida Rodenacker gezeichnet hat. Felix und Irmel Droese haben ihre an Demenz erkrankte Mutter regelmäßig im Altenheim besucht und ihr Blumensträuße mitgebracht. Um ihre Mutter sinnvoll zu beschäftigen, hat Irmel Droese sie ermutigt, die Blumensträuße zu zeichnen. So sind über die Jahre hunderte von Zeichnungen entstanden. Gezeigt wird auch ein Holzdruck des bekannten Künstlers Felix Droese, der sich kritisch mit der Sterbehilfedebatte auseinandersetzt. Droese ist Beuys-Schüler und hat den Zeitungsartikel "Vaters Vergessen" aus der FAZ vom 4. März 2008 von Tillmann Jens über seinen Vater Walter Jens, den an Demenz erkrankten bekannten Tübinger Rhetorikprofessor, mit einem Druckstock künstlerisch bearbeitet. In den Druckstock sind hebräische Buchstaben eingeschnitzt, die ein Zitat aus Psalm 85 sind.

 

Verschiedene Veranstaltungen begleiten die Ausstellung. Die Vernissage ist am 14. Oktober um 19 Uhr. Am 18. Oktober gibt es einen Filmabend zum Thema Demenz. Götz George spielt seinen eigenen Vater in "Mein Vater". Der Film beginnt um 20 Uhr im Café Vis á Vis im Mehrgenerationenhaus Eschborn, Hauptstr. 18. Einlass ist um 19 Uhr. Einen Vortrag über das Krankheitsbild Demenz hält Konrad Maurer am 28. Oktober im Bad Sodener Badehaus. Prof. Dr. med. Konrad Maurer?ist Emeritus der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Universitätsklinikum Frankfurt am Main. Und am 30. Oktober gibt es einen Gottesdienst für Demenzkranke und ihre Angehörigen in der evangelischen Kirche Bad Soden, Zum Quellenpark 26. Anschließend wird die Ausstellung mit einer Finissage im Badehaus beendet.

 

Menschen mit dem Krankheitsbild Demenz leiden unter einem fortschreitenden Verlust ihrer Gedächtnisleistungen und kognitiven Funktionen. Der Krankheitsprozess kann viele Jahre dauern und ist bis heute trotz medizinischer Fortschritte nicht heilbar. 10 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahren wird irgendwann davon betroffen sein. Allein im Main-Taunus-Kreis haben sich 3.000 Menschen wegen ihrer Demenz an Ärzte und helfende Dienste gewandt. Die Dunkelziffer ist höher und die Zahl der Erkrankten steigt, denn Alter gilt als größter Risikofaktor. Während Gedächtnis und Sprachfähigkeit nachlassen, sind die Betroffenen über ihre Gefühlswelt durch künstlerische und musische Tätigkeiten erreichbar. So können in der Demenz ungenutzte Talente belebt werden.

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