Würde bewahren - trotz Demenz

Menschen mit dem Krankheitsbild Demenz leiden unter einem fortschreitenden Verlust ihrer Gedächtnisleistungen und kognitiven Funktionen. Der Krankheitsprozess kann viele Jahre dauern und ist bis heute trotz medizinischer Fortschritte nicht heil- bzw. behandelbar.

10 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahren wird irgendwann davon betroffen sein. Derzeit sind bereits mehr als 1,2 Millionen Menschen erkrankt und diese Zahl steigt kontinuierlich, denn Alter gilt als größter Risikofaktor.

Menschen mit Demenz benötigen im Laufe ihrer langen Krankheitszeit intensive Unterstützung. Häufig leisten die Familien aufopferungsvoll diese schwere Betreuungsarbeit. In jüngster Zeit steigt jedoch auch die Zahl demenzkranke Menschen, die allein leben.

Nicht nur bei den Kranken selbst, sondern auch in ihren Familien und der Öffentlichkeit lösen die Diagnose Demenz und die Krankheitsfolgen Ängste, Verunsicherung und Verzweiflung aus. In der Folge ziehen sich Betroffene und ihre Angehörigen - meist aus Scham - aus der Öffentlichkeit zurück. Dabei stehen sie doch weiter mitten im Leben und brauchen Verständnis, Zuwendung und Unterstützung.